Flankierende Massnahmen (FLAMAS) in Wettswil und Bonstetten |
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Wettswil - Stallikon - Bonstetten |
Mit dem Bus durch den Üetlibergtunnel?Informationsveranstaltung in Wettswil zum Projekt «Netzstrategie Knonauer Amt» Am vergangenen Montagabend lud der Gemeinderat zu einem Informationsabend im Singsaal des Schulhauses «Mettlen » in Wettswil. An die zweihundert Leute kamen, um den Ausführungen der Fachleute zu lauschen und ihre Fragen, Kritik und Sorgen anzubringen. Von Thomas Stöckli Nach einer kurzen Begrüssung übertrug Gemeindepräsidentin Marlis Bopp die Leitung des Gesprächs an Tiefbauvorstand Hanspeter Eichenberger. Dieser gab einen kurzen Überblick der bisherigen Aktivitäten vom ersten Radwegkonzept 2002 bis hin zur detaillierten Ausarbeitung der flankierenden Massnahmen und der Petition Umfahrung Friedgrabenstrasse. 15 000 Fahrzeuge täglich Niklaus Bischofberger von der kantonalen Organisationseinheit für Verkehr und Infrastruktur Strasse VIS zeigte in seinem Teil, dass die Leistungsfähigkeit der Autobahnen vor allem um Zürich und Winterthur überschritten ist. Deshalb werden kantonale Verkehrsmanagement-Massnahmen geplant und umgesetzt. Ziel dieser Massnahmen ist eine Harmonisierung des Verkehrs, wodurch Stau vermieden und das Unfallrisiko gesenkt wird. «15 000 Fahrzeuge fahren täglich auf der Nord-Süd-Achse durchs Amt», bringt Othmar Martin den Fokus auf den Bezirk Affoltern. Die N4 entlastet diese Achse, gleichzeitig wird es um die Autobahnanschlüsse zu mehr Verkehr kommen. Lichtsignale gegen Durchgangsverkehr Für Wettswil heisst das konkret, dass die Menge Autos pro Tag an der Ettenbergstrasse halbiert wird (bisher: 6000, neu zirka 3000), während an der Moosstrasse mit einer Verdoppelung zu rechnen ist (bisher: 3000, neu zirka 6000). Dem – vor allem bei Stau auf der Autobahn – drohenden Durchgangsverkehr soll mit zwei Lichtsignalen an der Stationsstrasse begegnet werden: Eins am Chrüzacher, das andere an der Kreuzung Stations- und Isenbachstrasse. Zusätzlich sollen die Schachenstrasse und die Kirchgasse für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Nebst den Verkehrslenkenden Massnahmen stehen der Fussgänger- und Veloverkehr im Fokus der Planer: Unter anderem soll die Grundächerstrasse für Velos als Alternative zur Stationsstrasse ausgebaut werden. Im Bereich des Bahnhofs sind an der Stationsstrasse Mittelinseln mit Beleuchtung geplant. «Das soll zeigen: hier ist unsere Stube», so Armin Jordi, unabhängiger Planer von «SNZ Ingenieure». Alternativ zur Autobahnzufahrt Stations–Moosstrasse wird im Moment die Friedgraben-Zufahrt von einer Arbeitsgruppe geprüft. Ergebnisse sollen ab April 2007 vorliegen. Messung des Ausweichverkehrs gefordert Anschliessend bot sich den Anwesenden Gelegenheit, Fragen zu stellen. Die Arbeitsgruppe Verkehrsoptimierung verlangte unter anderem Messungen des Ausweichverkehrs, um Vergleichswerte zu erhalten, zusätzliche Lichtsignale, Busschleusen und ein Betriebskonzept mit Ausweichrouten für Unfälle auf der Autobahn. Andere Wettswiler sprachen sich für Kreisel (Nachteil: kein Management möglich) statt Lichtsignalen, für Tempo 30 an der Ettenbergstrasse oder für eine gesperrte Zufahrt von der Zürcherstrasse in die Stationsstrasse aus. Auf die Frage, ob ÖV-Verbindungen durch den Üetlibergtunnel geplant sind, meinte Niklaus Bischofberger, dass intensive Diskussionen mit dem ZVV laufen. Mit einem Probebetrieb werde erst die Nachfrage getestet, so Bischofberger. Mit einem Appell an Toleranz «den schliesslich fahren wir alle auch durchs eigene Dorf» schliesst Gemeindepräsidentin Marlis Bopp um 22 Uhr die Informations- und Diskussionsveranstaltung. Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern, 8. Dezember 2006 |
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