Bauschuttaufbereitung und Kiesdeponie in Wettswil |
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Wehret den Anfängen (4)Ein Augenschein vor Ort hat am 18. September 2007 ergeben:
Der ehemalige
Flurweg der Gemeinde Wettswil neben dem Bahnwärterhaus ist zu einer
breiten "Piste" ausgebaut worden; Die Gemeinde ist Aufsichtsorgan und wurde von der Baurekurskommission aufgefordert, darauf zu schauen, dass das Gelände inkl. Strasse weder ausgebaut noch "zweckentfremdet" genutzt wird. Wir haben die Gemeinde am 21. September 2007 aufgefordert, ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen. Hier können Sie die vollständige Fotodokumentation vom >> 18. September 2007 und >> 24. September 2007 betrachten. |
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"Wehret den Anfängen" (2)Rekurs gegen die projektierte Bauschuttaufbereitung in der Ebene von WettswilDas Umwelt Forum Wettswil hat zusammen mit dem Zürcher Heimatschutz gegen die Bewilligung des Projektes „Kiesumschlagplatz und Bauschuttaufbereitung“ in der Gewerbezone zwischen den Ziegeleiweihern und Moosstrasse Wettswil Rekurs eingelegt. Im Jahr 2004 haben sich Behördenmitglieder von Gemeinden, regionaler Planung und Kanton sowie Vertreter/innen der Bevölkerung in der Planungsgruppe „Zukünftige Nutzung Filderen“ eingehend mit der Ebene befasst. Dabei wurde übereinstimmend festgehalten, dass das wichtige Naherholungsgebiet in der Ebene zu erhalten und aufzuwerten sei. Zudem sei eine Arbeitsplatzverdichtung mit qualifizierten Arbeitsplätzen anzustreben. Ebenfalls im 2004 wurde die „Petition für eine naturnahe Landschaft in der Ebene von Bonstetten und Wettswil“ mit über 2000 Unterschriften beiden Gemeindebehörden sowie dem Vertreter der regionalen Richtplanung überreicht.Die neue Bauschuttaufbereitungsanlage widerspricht diesen Beschlüssen und Bestrebungen in allen Belangen. Massive Lärm- und Luftbelastung Die Bauschuttaufbereitungsanlage und
Kiesdeponie liegt zwischen Moosstrasse und den Ziegeleiweihern. Sie soll
über eine neue Strasse entlang der Bahnlinie erschlossen werden.
Jährlich sollen in der Anlage über 10'000 Tonnen Bauabfälle
(Ausbauasphalt, Strassenaufbruch, Betonabbruch, Mischabbruch) zugeführt,
verarbeitet und wieder abtransportiert und nochmals 10'000 Tonnen Kies
hin- und wieder weggekarrt werden. In Spitzenzeiten können bis zu 20
Lastwagen pro Tag ihre Fracht umschlagen. Diese Arbeiten werden laut den Angaben des Baugesuches jeweils von 07.00 Uhr bis 19.00 Uhr durchgehend ausgeführt, was zu einer riesigen Lärmbelastung und weiteren grossen Staub- und Feinstaubimmissionen in Wettswil führen wird.Für eine solche Anlage ist eine „Einhausung“ mit zusätzlicher Entstaubungsanlage vorgeschrieben. Beim bewilligten Projekt sind jedoch lediglich gegen Osten und Norden „Schüttungen“ mit mobilen Schutzwänden vorgesehen. Wo sichtbarer Staub auftritt, entsteht immer auch der gesundheitsschädliche Feinstaub. Verschlimmernd wirkt sich die lokale Topographie aus: Im Becken von Wettswil und Bonstetten treten häufig, beinahe täglich, lokale Inversionen auf. Diese wirken wie ein Deckel über dem Tal. Somit bleiben die Schadstoffe bei lokalen Inversionslagen „gefangen“ und reichern sich zu schädigenden Konzentrationen an.Auch der Lärm wird die Erholungssuchenden in der Ebene und den grösseren Teil der Wettswiler Bevölkerung stören. Das Projekt passt nicht in die bestehende Gewerbezone Es ist der Sinn der Raumplanung, geeignete Orte für solche immissionsträchtige Anlagen auszuscheiden. Die geplante Anlage, sie erinnert an eine Baustelle, passt nicht in die bestehende Gewerbezone von Wettswil. Die Empfehlungen der „Zukünftigen Nutzung Filderen“ verlangen eine Arbeitsplatzverdichtung mit qualifizierten Arbeitsplätzen. Selbst die Zonenordnung von Wettswil sieht hier nur „mässig störendes Gewerbe“ vor. Widerspruch zum Natur- und Landschaftsschutz Die riesigen Materialhaufen, die Raupenbagger, Radlader und Betriebsanlagen-Brecher wirken zusammen mit den Schallschutzwänden störend zum umliegenden landschaftlich schönen Naherholungsgebiet. Die in unmittelbarer Nähe liegenden Ziegeleiweiher, der Bahndamm, Friedgraben und Fischbach stehen überdies unter Naturschutz. Grundwasserschutz und Verdacht von bestehenden Altlasten Die Anlage liegt in einem Grundwasserschutzbereich. Bei solchen Deponien muss nachgewiesen werden, dass keine Gewässer gefährdenden Stoffe ausgewaschen und in den Untergrund versickern können, um die Gefahr einer Verunreinigung des Grundwassers auszuschliessen. Dieser Nachweis wurde ebenfalls nicht erbracht. Das Gelände steht zudem unter dem Verdacht, verschmutzt zu sein. Vor rund zehn Jahren fanden ein Ölunfall und ein Brand statt; ausserdem wurden jahrelang alte Autos gelagert. Vorgeschrieben wäre daher eine Bodenuntersuchung, was aber im Zusammenhang mit der Baubewilligung nicht erfolgte. Rekurs zum Schutz der Lebensqualität, Gesundheit der Bevölkerung und Erholungswert unserer Ebene Trotz dieser massiven Mängel wurde im
Januar 2007 das Projekt von Gemeinde und Kanton bewilligt. Dagegen erhob
das Umwelt Forum zusammen mit dem Zürcher Heimatschutz Rekurs. Dieser
Rekurs wird von den Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, Sektion
Zürich, und von der Arbeitsgemeinschaft PRO AMT unterstützt. Vorstand Umwelt Forum Wettswil, 9. März 2007 |
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Zustand 2006 im Ziegeleiareal
Alle Bilder wurden im Sommer 2006 aufgenommen, als das Ziegeleiareal bereits in die Wohnzone umgezont war. |
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| Aufnahme aus der erhöhten Wohnzone in Wettswil. Die Lärm - Immissionswerte betragen in Wohngebiet der Aufnahme 64 – 70 dB (höher als die Alarmgrenze gemäss LSV). Es bestehen heute keine Lärmschutzmassnahmen in Richtung Wettswil. | ||||||||||
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| Der Virbations – Meissel, der penetranten, in den höheren Tonlage liegenden Lärm und Vibrationen verursacht. (Dieser Meissel ist in der USV für die neue Anlage „vergessen“ worden.) | ||||||||||
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| Der Steinbrecher im Betrieb. Er wird trocken betrieben, obwohl er eine Befeuchtungsanlage besitzt. Die einfachsten Schutzmassnahmen gegen Staub – Emissionen werden nicht eingeschaltet. | ||||||||||
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| Ist so eine Steinbrecher – Anlage mitten in der Wohnzone nötig? | ||||||||||
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| Dieser „Bruch“ wird mitten in der Wohnzone verarbeitet. Dabei ist der zu gross für den Steinbrecher und muss vorher noch mit dem Vibrations – Hammer zerkleinert werden. | ||||||||||
Wehret den Anfängen! (1) |
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| Stellungnahme von Umwelt Forum Wettswil und Pro Amt zum neuen Projekt „Kiesumschlagplatz und Bauschuttaufbereitung“ in der Gewerbezone zwischen den Weihern und Moosstrasse Wettswil. | ||||||||||
| Über eine neue Erschliessungsstrasse -
bisheriger Flurweg von der Gemeinde zur Verfügung gestellt - sollen
gemäss Bauauflage jährlich 10'000 Tonnen Bauabfälle (Ausbauasphalt,
Strassenaufbruch, Betonabbruch, Mischabbruch) und nochmals 10'000 Tonnen
Kies heran- und die gleichen Mengen auch wieder weggeführt werden.
Bereits das Hin- und Wegfahren und das Entladen der Lastwagen führt zu
grossem Lärm und zu viel Staub. Die Bauabfälle sollen während etwa 100 Stunden pro Jahr von einer zugemieteten Brechanlage mit einer Leistung von 100 bis 300 Tonnen pro Stunde zertrümmert werden. Diese Arbeiten werden laut den Angaben des Baugesuches jeweils von 07.00 Uhr bis 19.00 Uhr durchgehend ausgeführt, was zu einer riesigen Lärmbelastung und weiteren grossen Staubimmissionen in Wettswil führen wird. Eine Einhausung der Anlage ist nicht vorgesehen.
Zwar sind in zwei Richtungen mobile Schutzwände vorgesehen, doch es ist
klar, dass diese Massnahmen die Bevölkerung von Wettswil vor dem Lärm
nicht ausreichend schützen können. Der Bauschuttbetrieb und die
Kiesdeponie werden nicht nur Lärm, sondern auch massiv Staub
verursachen. Die neue Bauschuttaufbereitungsanlage
widerspricht diesen Empfehlungen in allen Belangen. Wir fragen uns, wo
der Einsatz unserer Gemeindebehörde für unsere Lebensqualität bleibt! Umwelt Forum Wettswil, Arbeitsgemeinschaft PRO AMT, 25. August 2006 |
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