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Bäuerliches Bodenrecht

 

 


110 Golfplatzmitglieder in Bonstetten, Wettswil und näherer Umgebung wollen einen riesigen Spielplatz für sich erstellen. Im ganzen haben höchstens 600 Mitglieder Platz`(Daniel Nieth an der Pro Golfplatz Veranstaltung)

Das ergibt mehr als 1'000 m2  Spielplatzfläche pro Person!

Ein Beweisnotstand entsteht: Wie erklären die höchstens 90 Golfspieler aus Wettswil und  Bonstetten den Stimmbürger/innen von Wettswil ihr grenzenloses Spielbedürfnis, welches auf Kosten der Existenzgrundlagen von immerhin rund einem Dutzend Bauernfamilienbetrieben geht,  damit die Stimmbürgerschaft von Wettswil am 18. Juni 2001 ihrem Spielplatzprojekt zustimmen?  

Doch die  fehlende Ackerfläche bedroht die Existenzgrundlage von rund einem Dutzend  Wettswiler und  Bonstetter Bauerbetrieben!


Taktik 1: Angstmacherei
Ohne Golfplatz entstehe eine Industriezone.
Richtig ist: Die heutige Zone Landwirtschaft ist der beste Schutz gegen jegliche Überbauungen! Wenn wir der Umzonung aus dieser Zone zustimmen, so ist das der definitive Schritt aus diesem Schutz heraus! 
Ein Umzonung in Industriezone ist nicht einmal der Gemeinden selber möglich. Zuerst müsste der Kantonsrat ja sagen und nachher noch die Gemeindeversammlung. Zwei Hürden, die es zu überwinden gilt und dem Volk beide Male Mitbestimmung ermöglicht. In Wirklichkeit sind die Hürden noch weit höher gesteckt: Genauere Details hierzu.
Die Ebene sei wegen der Autobahn vom "Gewerbedruck" bedroht. Nur das Golfplatzprojekt könne das Gebiet vor einem Bauboom schützen.
Richtig ist: Die Landwirtschaftszone ist dank dem bäuerlichen Bodenrecht der beste Schutz gegen jede Landspekulation und Umnutzung. Seit 1991 in Kraft, kann der Boden seither nur noch an Landwirte verkauft und darf nur landwirtschaftlich genutzt werden! Das Land der Golfzone untersteht keinem solchen Schutz. Es kann weiter verkauft - und hiermit spekuliert - werden, wie ein Bundesgerichtsurteil zum Landverkauf bei einen Golfplatz im Kanton Waadt gezeigt hat.
Zudem wird das heute noch starke Argument "Landwirtschaft" bei künftigen Umnutzungs- und Umzonungsvorlagen fehlen, wenn erst durch das Golfspielplatzprojekt 67 ha Landwirtschaftsfläche in der Ebene weggefallen sind!

Taktik 2: Schlechtmacherei der heutigen Situation
Die Landschaft sei langweilig:
Richtig ist: Sowohl die Aussicht auf die heutigen Ackerflächen als auch das Spazieren, Velofahren auf den Wegen und Flurwegen können wir heute mit allen Sinnen erleben: Äcker, welche im Rhythmus der Jahreszeiten die Farbe ändern, vom dunklen Braun der frisch gepflügten Erde, zum hellen Grün der keimenden Pflanzen, zum leuchtenden Gelb des erblühten Rapses bis hin zum Aschblond des reifen Getreides! 
Die Felder seien überdüngt:
Richtig ist: Laut Bauer Locher wird auf allen Feldern des Golfspielplatzprojektes IP produziert. Nur soviel Dünger darf zugeführt werden, wie vorher durch die Ernte herausgenommen wurde. Dies wird rapportiert und kontrolliert.
Warum deklarieren sich übrigens gewisse Bauern neuerdings als "die Vergifter" des Bodens?

Taktik 3: Falschinformationen
Es würden neu 6 (bis 7) Arbeitsplätze anstelle der früheren 2.5 entstehen:
Richtig ist: Die fehlende Ackerfläche bringt einige Bonstetter Bauernfamilien um ihre Existenzgrundlage! Gleichzeitig werden durch diese Betriebsauflösungen landwirtschaftliche Infrastrukturen wegfallen (z.B. Landi, Sennerei etc.). 
Nicht nur die unmittelbaren Arbeitsplätze von heute sind zu berücksichtigen, sondern die ganzen Produktionsketten hinter der Ackerfrüchteproduktion! Z.B. Milchproduktewirtschaft, Metzgereien, Müller etc.) Würde im ganzen Golfspielplatzareal Kartoffeln gepflanzt, könnten diese beispielsweise zu  Pommes-Chips verarbeitet werden, welche in 262 Lastwagen plus Anhänger Platz fänden!
Es würden viele tausend Freizeitkilometer gespart:
Richtig ist: Die wegfallenden landwirtschaftlichen Erträge dieses Ackerlandes müssen importiert werden. Getreide beispielsweise kommt via Weltmarkt oft aus Kanada! Diese Kilometer fehlen bei den "Freizeitkilometern".
 

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