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Überregionales Gesamtkonzept
Man muss sich einmal vor Augen halten, welche
überregionale Funktion die N4 innehat: Es ist dies die Verbindung der
Innerschweiz mit dem Raum Zürich. Gleichzeitig sollen dabei die
Staatsstrasse durchs Knonaueramt und die Sihltalstrasse vom
Durchgangsverkehr entlastet werden.
Viel ökonomischer löst dies der anfangs der
80er Jahre geprüfte Hirzeltunnel. Er würde die Innerschweiz via A3 mit
dem Raum Zürich verbinden und unsere Strassen durchs Knonaueramt mit der
gleichen Effizienz wie die N4 entlasten. Ebenfalls entlastet würde die
Sihltalstrasse und zusätzlich die Hirzelpassstrasse.
Bei der Überprüfung dieser beiden Varianten
durch die "Kommission Biel" vor genau 20 Jahren wurde der
damaligen offen geführten N4 der Vorzug gegeben, da sie (ohne
Islisbergtunnel) im Durchschnitt 2 Minuten schneller war als die Variante
des Hirzeltunnels.
Wenn auch der Bundesrat in verschiedenen
Stellungnahmen die "Kostenbindung" seiner Entscheide hervorhebt,
muss hier klipp und klar gesagt werden: der Hirzeltunnel ist auch heute
noch die kostengünstigere Variante (der Hirzel-Tunnel selber ist nicht
einmal so lang wie der Islisbergtunnel).
Auch aus ökologischen Gründen müsste der
Hirzeltunnel anstelle der N4 gebaut werden: Auf der ganzen Strecke der N4
durchs Knonaueramt gibt es immer wieder Muldenlagen, in welchen
Schadstoffseen entstehen können. Wettswil - Bonstetten und Knonau sind
nur zwei Senken, durch welche die N4 gelegt ist, bei denen die Inversionen
und das Potential der Luftschadstoffanreicherungen durch Messungen belegt
sind. Zudem schont die Variante durch den Hirzel nicht nur die Landschaft
im Knonaueramt, sondern auch die wertvolle Hirzellandschaft.
Ganz neu verspricht nun der Bundesrat, die
Hirzelvariante noch einmal zu prüfen (zusätzlich zum Bau der N4). Im
Zürcher Strassen-Bauprogramm ist der Hirzeltunnel bereits eingeplant!
Eine N4 mit dem Hirzeltunnel würde aber das Knonaueramt mit einem noch
viel stärkeren Verkehrsaufkommen belasten. Hinzu käme nämlich der
(gesamte) Verkehr Bern/Basel Richtung Chur, welcher sonst via
Uetlibergtunnel auf die A3 geführt würde.
Wir meinen: Auch aus diesen Gründen muss die
Frage nach einem Gesamtkonzept noch einmal öffentlich gestellt und
diskutiert werden! |