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Umwelt Forum Wettswil

 

Interpellation

 

 

Vor 20 Jahren wurde im Bericht "Biel" entschieden, dass der Grossraum Zürich mit der Innerschweiz nicht durch den Hirzeltunnel, sondern mit der N4 durchs Knonaueramt verbunden werden solle. 

Wo stehen wir heute? Mit dem Bau der N4 wird zur Zeit aus Kostengründen (Budgetkürzungen des Bundesrates) zugewartet, der Hirzeltunnel wird jedoch in absehbarer Zeit so oder so gebaut werden . Hier die wichtigsten Fakten: (Mehr Details zum Bericht Biel)

Der Hirzeltunnel:

  • Verbindet den Grossraum Zürich über die A3 (Siehe Skizze) – Hirzeltunnel – Sihlbrugg – A4 – Zug mit der Innerschweiz / Gotthard / Tessin etc. Zudem verbindet der Hirzeltunnel die Innerschweiz mit der Ostschweiz – Graubünden (heute über Hirzelpass).

  • Seine Länge entspricht nicht einmal dem Teilstück "Islisbergtunnel" (gleich Bestandteil der N4, Knonaueramt vgl. Skizze) !

  • Der Hirzeltunnel ist bereits heute als Sicherheitstunnel für den Zimmerberg-Bahntunnel konzipiert und umgekehrt. Zudem ist beispielsweise der Installationsplatz "Litti" sowohl für den Zimmerberg-Bahntunnel als auch für den Hirzel-Strassentunnel geplant. Örtliche und finanzielle Synergien werden so optimal genutzt. Der Hirzeltunnel wird also ohnehin gebaut (werden müssen). 

  • Oben genannte Tatsache führt zu viel mehr Verkehr auf der N4, als in den Umweltverträglichkeitsprüfungen angenommen: Der Verkehr von der A1 (Bern - Basel) Richtung Graubünden wird grösstenteils nun ebenfalls über die n4 durchs Knonaueramt und nicht via Üetlibergtunnel - A3 verlaufen!

  • Der Hirzeltunnel entlastet die Strassen (Sihltal, Knonaueramt, etc.) im gleichen Masse wie die geplante N4. Zudem entlastet er das wertvolle Moorgebiet auf dem Hirzelpass und wird daher von verschiedenen Naturschutzinstitutionen (u.a. Pro Natura) unterstützt.

  • Die Streckenführung via A3 – Hirzeltunnel – A4 Zug ist lufthygienisch viel günstiger als die Linienführung mit der N4, denn

  • im Zusammenhang mit der N4 gibt es schwerwiegende Probleme, welche heute noch nicht gelöst sind. Die N4 verläuft mindestens in zwei Fällen durch sogenannte Geländemulden, wo ganzjährlich - aber vor allem im Winter - kleine, abgeschlossene Kaltluftseen entstehen. In diesen reichern sich die Schadstoffe der Abgase an, da sie von den oberen Luftschichten abgeschlossen sind. Eine Verdünnung und somit Säuberung der Luft ist in diesen Zeiten völlig ausgeschlossen. In der Geländekammer Wettswil-Bonstetten traten z.B. im Dezember 1998 in 94% der Zeit Inversionen auf! Hier ist das Verkehrsaufkommen - da mit der N4 ein Verkehrsdreieck entsteht - über 100‘000 Fahrzeuge pro Tag. Ein Luftfachmann rechnet die zusätzlichen direkten Gesundheitskosten in diesem Gebiet auf 5 Millionen Franken pro Jahr.

  • Ein weiteres nicht wieder gut zu machendes Problem ist die Hochführung der N4 bei Knonau, welche das Dorf teilweise sogar durchschneidet. Dies wiederum in einer Geländemulde.

  • Das sogenannte "Ausführungsprojekt" der N4 verläuft bei Hedingen - Zwillikon südlich des Islisbergtunnels nicht mehr unterirdisch sondern mehr nach Hedingen - also nach Osten - verschoben.

 

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